Petrus und Paulus

Die beiden Apostelfürsten, der hl. Petrus und der hl. Paulus, waren recht unterschiedliche Männer, was allein schon aus ihren unterschiedlichen Aufgaben im Reich Gottes, der hl. Kirche, ersichtlich wird. Petrus war der erste Papst, Paulus als der Völkerapostel der Theologe. Zwar wird in der Tradition von den Evangelisten der hl. Johannes als der Theologe bezeichnet, dennoch ist es aufgrund des ins Neue Testament aufgenommenen umfangreichen Schrifttums des hl. Paulus sicherlich berechtig, diesen ebenfalls als Theologen zu benennen. Wobei immer mitzubedenken ist, daß die Paulusbriefe Teil des Schriftkanons sind, also Wort Gottes im eigentlichen Sinn des Wortes, woraus folgt, der eigentliche Autor dieser Schriften ist der Heilige Geist. Das gilt gleicherweise auch für alle anderen Texte des Neuen und Alten Testaments, und damit auch für die des hl. Petrus, von dem ebenfalls zwei Briefe zum neutestamentlichen Kanon gehören.

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Vorläufer und Früchte der „Reformation“

Konrad Algermissen (1889-1964) war Professor für Dogmatik und Moraltheologie am Bischöflichen Priesterseminar in Hildesheim. Als Fachmann für „Konfessionskunde“ wirkte er am „Lexikon für Theologie und Kirche“ mit und veröffentlichte mehrere Arbeiten zu diesem Thema, als wichtigste sein gleichnamiges Hauptwerk, das 1930 erstmals erschien. 1939 kam eine Neuauflage der „Konfessionskunde“ heraus, aus der wir folgende Abschnitte entnommen haben (S. 260-267).

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Zwei ungleiche Schwestern

Sie sind wohl die bekanntesten Schwestern in den vier hl. Evangelien und noch recht ungleiche dazu, die hl. Maria Magdalena und die hl. Martha. Beide hatten bekanntermaßen noch einen Bruder, Lazarus mit Namen, mit dem zusammen sie ein reiches Erbe von ihren Eltern erhielten. Es heißt, daß Maria bei der Verteilung des Erbes das Schloß oder andere meinen den Flecken Magdalon erhalten hatte, weshalb sie auch Maria Magdalena genannt wurde.

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Der hl. Johannes der Täufer – mehr als ein Prophet

Woran mag es wohl liegen, daß das christliche Abendland in den letzten Jahrhunderten so lau und gleichgültig geworden ist? Was war der Grund, daß der hl. katholische Glaube seine göttliche Strahlkraft nicht mehr vor den Menschen offenbaren konnte? Warum wandten sich immer mehr Menschen von diesem Glauben ab und irgendwelchen selbsterdichteten Fabeleien zu? Im Johannesevangelium lesen wir: „Das Gericht besteht aber darin: Das Licht ist in die Welt gekommen. Die Menschen aber hatten die Finsternis lieber als das Licht; denn ihre Werke waren böse.“

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