Die Reaktionen auf die jüngsten unerlaubten Bischofsweihen der „Piusbruderschaft“ und die daraus naturgemäß erfolgte Exkommunikation offenbaren einen erschreckenden Mangel an kirchlicher Gesinnung seitens der „traditionellen Katholiken“, der sich in den 38 Jahren seit Lefebvres schismatischem Akt erheblich verschlimmert hat. Allüberall konnte man Überschriften lesen wie „Papst Leo exkommuniziert Piusbrüder“, und fast überall lagen die Sympathien auf der Seite der „armen“ Exkommunizierten, während kaum jemand Verständnis für das „rüde“ Vorgehen des „Papstes“ aufbrachte.
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Es tut immer einmal gut, eine andere Perspektive einzunehmen. Für gewöhnlich bewegt sich ja ein jeder in seiner „Blase“ und pflegt die Dinge von dort aus zu betrachten. Da bilden die „Tradis“ und die „Sedis“ keine Ausnahme. Im Gegenteil. Darum wollen wir uns heute einmal einen Blick „von außen“ auf die „Traditionalisten“ von der „Piusbruderschaft“ gönnen.
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Lange, lange Zeit war die besondere Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima ein Kennzeichen „traditioneller“ Katholiken. Allüberall hatte man ihre Statuen aufgestellt oder eigene Kapellen errichtet, hielt ihr zu Ehren Andachten und Prozessionen an den Fatima-Tagen (am 13. des Monats oder am Vorabend), sang das Fatima-Lied, weihte sich dem Unbefleckten Herzen und hielt die Herz-Mariä-Sühneandachten.
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Die Bischofsweihen von Erzbischof Lefebvre aus dem Jahre 1988 haben sich als außerordentlich fruchtbar erwiesen. Wir erinnern uns: Damals weihte er am 30. Juni, unterstützt von Bischof de Castro Mayer, vier „Pius“-Priester zu Bischöfen, gegen das ausdrückliche Verbot seines „Papstes“, was allen sechs Bischöfen – den weihenden und den neugeweihten – die „Exkommunikation latae sententiae“ eintrug. Das hinderte sie nicht, munter als Bischöfe zu agieren, und am 28. Juli 1991 konsekrierten drei der „Pius-Weihbischöfe“ ihrerseits einen Bischof als Ersatz für den im selben Jahr verstorbenen Bischof de Castro Mayer, wieder im Ungehorsam gegen ihren „Papst“. Dieser Bischof fungierte wiederum am 18. August 2002 vor seinem nahenden Hinscheiden als „Mitkonsekrator“ bei der Weihe seines Nachfolgers, diesmal sogar mit „päpstlichem Mandat“ und allem Drum und Dran, nachdem seine Gemeinschaft den „vollen“ Anschluß an das „konziliare“ Rom vollzogen hatte.
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Es war die höchste Zeit, daß sich eine Organisation wie diese bildete, nun ist sie da: Das „Netzwerk ‚TradRecovery’ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus“. So lautet die erlösende Botschaft auf „kath.net“. „Wir versuchen, ehemaligen Traditionalisten zu helfen, ihr Vertrauen in die Heilige Mutter Kirche aufzubauen“ und unter den Papst und das katholische Lehramt zurückzukehren, erklärte die „Netzwerkgründerin“ laut Bericht.
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