Der Tradi-Test-Sonntag

Den siebten Sonntag nach Pfingsten könnte man auch den „Tradi-Test-Sonntag“ nennen. Der Tradi-Test lautet: Wie hältst du es mit den Wölfen? An dieser Frage scheiden sich die Geister und es zeigen sich die echten und die unechten Traditionalisten. Wobei, das muß in diesem Zusammenhang gesagt werden, „Traditionalist“ ein furchtbares Wort ist – sodaß jeder echte Katholik sofort hellhörig werden und sich fragen muß: Warum nicht einfach „Katholik“? Allein an dieser erzwungenen Wortwahl zeigt sich unsere ganze Misere. Wir müssen zu einem Ersatzwort greifen, weil die Wörter „katholisch“ und „Katholik“ nicht mehr eindeutig sind, weil sie nicht mehr eindeutig gebraucht werden. Erst das Ignorieren dieser Tatsache ließ den heutigen Traditionalismus entstehen.

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Liturgiekrieg

Nicht nur in der Ukraine, nein, auch in Tradiland herrscht Krieg. Ein „Liturgiekrieg“! Der Bösewicht ist hier nicht Putin, sondern Bergoglio. „Jüngstes Opfer des bergoglianischen Liturgiekrieges“, der vor einem Jahr mit „Traditionis Custodes“ gestartet wurde, ist nach Auskunft unseres lieben Tradi-Blogs „Summorum Pontificum“ der „Prior“ eines „Benediktiner-Klosters“ in Frankreich. Dieser hatte sich zusammen mit einem „Mitbruder“ geheim und gegen das Verbot des immerhin tradi-freundlichen „Diözesanbischofs“ zum Priester weihen lassen, woraufhin dieser - zweifellos auf Druck „Roms“ - „die beiden Neupriester suspendiert“ und die „Benediktiner“-Gemeinschaft für aufgelöst erklärt hat. (Was die frommen „Mönche“ nicht weiter stört. Sie wollen trotzdem weitermachen, zumal das „Kloster“ in ihrem Besitz ist und der „Bischof“ ihnen da gar nichts kann.)

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Eine himmlische Lebensversicherung

Wir modernen Menschen reden zwar viel von Freiheit, wollen aber gewöhnlich den Preis für diese Freiheit nicht bezahlen. Denn Freiheit fordert persönlichen Einsatz, fordert die Bereitschaft, gewisse Risiken einzugehen. Nehmen wir als Beispiel die Arbeit. Es ist natürlich viel sicherer, einfacher und womöglich auch gewinnbringender, bei einer großen Firma zu arbeiten. Je nach Arbeitsplatz braucht man sich nicht um viel kümmern, sondern nur seine Arbeit machen und bekommt sodann jeden Monat sein Geld. Anders ist das schon in einer kleinen Firma. Schon als Geselle ist die Verantwortung meist schon viel größer als in der Fabrik, die Arbeitszeit kann je nach Auftragslage variieren und der Lohn ist meist etwas geringer. Und der Chef dieser kleinen Firma spürt jeden Tag, welche Verantwortung die Freiheit der Selbstständigkeit nach sich zieht. Wenn man genauer hinsieht, sucht der moderne Mensch gar nicht so sehr Freiheit, sondern viel mehr Sicherheit. Und gewöhnlich stellt er die Sicherheit über die Freiheit. Darum versucht er sich auch gegenüber allen möglichen Risiken abzusichern.

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Geist der Kontinuität

Gerade einmal eine „Meldung am Rande“ war dem Blog „Summorum Pontificum“ gestern der fünfzehnte Geburtstag jenes namengebenden großartigsten Motu aller proprios, dieser unsterblichen Heldentat des glorreichen „Katechon“, des Lieblings aller Tradis, ihrer strahlenden Leitfigur „Benedikt XVI.“, vulgo Ratzinger, wert. Dieses „Motu proprio“ Ratzingers, so der Blog für authentisches „traditionalistisches“ Empfinden, sei „inzwischen von seinem Nachfolger wieder weitgehend kassiert“ worden, doch wirke „der Geist der Kontinuität … nach wir vor stark in der Kirche“. Was für eine „Kirche“ das wohl ist, in welcher nicht der Heilige Geist, sondern der „Geist der Kontinuität“ wirkt?

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Zustand der Suspension

Nachdem Jorge „Franzl“ Bergoglio partout nicht so will, wie sie wollen, haben die Tradis sein „Lehramt“ kurzerhand „suspendiert“. Einer jener stets in der römischen Gerüchteküche herumwühlenden und das Gras wachsen hörenden „Vatikanisten“ hat nämlich festgestellt, daß „Papst Franziskus in seinem Regierungsstil persönliche und amtliche Formen vermischt und damit versucht, ein streng zentralistisches – andere nennen es ‚despotisch‘ – Regiment auszuüben“. Sowas! „Summorum Pontificum“, der Blog für authentisches „traditionalistisches“ Empfinden, der darüber berichtete, zieht daraus die Konsequenz: „In Anschluß an Fr. John Hunwicke – der sich dabei auf keinen Geringeren als den hl. John Henry Newman stützen kann – gehen wir davon aus, daß durch den von Gagliarducci zutreffend beschriebenen Regierungsstil des Argentiniers das päpstliche Lehramt sich derzeit in einem Zustand der Suspension befindet.“ Logisch, oder?

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