Auserwählte Opfer

Die „Piusbruderschaft“ hat am vergangenen 26. Mai „die Namen der zukünftigen Bischöfe bekannt“ gegeben. Wie wir wissen, plant sie für 1. Juli dieses Jahres erneut schismatische Bischofsweihen, auch diesmal wie vor 38 Jahren nicht nur ohne, sondern gegen den Willen ihres „Heiligen Vaters“. In ihrem „Kommuniqué“ tut sie aber wieder ganz gehorsam und behauptet: „Aus Achtung vor der höchsten Autorität der Weltkirche sind die Unterlagen dieser Priester dem Heiligen Vater vorgelegt worden, zusammen mit einigen Erläuterungen, die zum besten Verständnis dieses Vorgehens im ganz besonderen und außergewöhnlichen Kontext dieser Bischofsweihen erforderlich sind.“ Das ist so recht die Auffassung der „Piusbrüder“ von „Achtung vor der höchsten Autorität der Weltkirche“: Der Papst kann sagen, was er will, wir tun, was wir wollen. Aber wir sagen ihm zumindest Bescheid, was wir vorhaben (und klopfen ihm dabei noch auf die Finger).

Die Weihekandidaten

Wer sind nun jene Kandidaten, die „ausgewählt wurden, am kommenden 1. Juli in Écône die Bischofsweihe zu empfangen“? Es sind wiederum vier an der Zahl wie 1988, und natürlich sind sie allesamt „Pius“-Priester, wie nicht anders zu erwarten. Einer ist der obligate „Schweizer Staatsbürger“, zwei sind „französische Staatsbürger“ und einer ist „US-amerikanischer Staatsbürger“. Damit sind sie nicht ganz so international wie seinerzeit bei Lefebvre, der außer dem obligaten Schweizer nur einen Franzosen geweiht hatte, dazu einen Engländer und einen Südamerikaner. Nach dem Ausstoß und dem Hinscheiden des Engländers (R.I.P.) und dem Heimgang des Franzosen (R.I.P.) wird die „Piusbruderschaft“ demnach ab 1. Juli über sechs eigene Bischöfe verfügen, davon zwei Schweizer, zwei Franzosen, ein US-Amerikaner und ein Südamerikaner. Wo der Schwerpunkt der Lefebvristen liegt, ist eindeutig. Die Schweizer sind freilich auch die großzügigsten Spender und die französischen Tradis sind nach wie vor die politisch aktivsten. Außerdem war der große Gründervater Lefebvre Franzose und errichtet sein „gottgewolltes“ Werk in der Schweiz, wo es bis heute sein Zentrum hat, so das „Mutterseminar“ und die Zentrale der „Piusbrüder“ liegt und wo damals wie heute die Bischöfe geweiht werden. Schon von daher sind Frankreich und die Schweiz die lefebvristischen Kern- und Stammländer. Daneben ist der amerikanische Kontinent von Bedeutung, weil dort die meisten Tradis leben dürften. Den USA kommt neuerdings besondere Bedeutung zu, weil der Chef der „Konziliaren Kirche“ von dort stammt. Sehen wir uns die vier „Auserwählten“ nacheinander an.

  • Der Schweizer ist „53 Jahre alt“, „stammt aus einer katholischen Familie von fünf Kindern aus dem Kanton Aargau“, erhielt seine Ausbildung teils im „Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen, Deutschland“, wo er 1992 eintrat, und teils in Ecône, „wo er im Sommer 1998 zum Priester geweiht“ wurde. Nachdem er u.a. mehrere Jahre verschiedene „Pius“-Schulen in der Schweiz geleitet hatte, wurde er zuerst „Ökonom“, dann „Distriktoberer“ der Schweizer „Pius“-Sektion. Seit sechs Jahren ist er „Regens des Priesterseminars Herz-Jesu in Zaitzkofen“ [diesmal offensichtlich mit Bindestrich geschrieben: „Herz-Jesu“, anders als noch bei seinem Eintritt im Jahre 1992, als es noch keinen Bindestrich gab.] Der gute Mann „spricht fließend Deutsch“ – mit Schweizer Akzent, wie man annehmen darf – „und Französisch und verfügt zudem über Englischkenntnisse“. Die Sprachkenntnisse sind ja sehr wichtig für einen „Pius“-Bischof.

  • Der US-Amerikaner, aufgewachsen in einer „katholischen Familie von zehn Kindern“ in der „Pius-Hometown„St. Marys, Kansas“, trat im „Alter von 18 Jahren“ in „das Priesterseminar von Winona ein, wo er 2004 zum Priester geweiht“ wurde. Er war u.a. „Prior“ von Kansas City, seiner Heimat, wo er auch für „eine Schule und eine Ordensgemeinschaft verantwortlich“ war, ab 2021 obendrein „Distriktassistent“ – vermutlich für die US-Sektion der „Piusbrüder“. Seit 2023 ist er „Regens des Priesterseminars St. Thomas Aquinas in Virginia“. „Der 45-Jährige spricht Englisch, hat Französisch gelernt und verfügt zudem über Grundkenntnisse in Spanisch.“ Seine Sprachkenntnisse sind etwas bescheidener als die des Schweizers.

  • Von den Franzosen ist der eine „42 Jahre alt“, kommt natürlich gleichfalls „aus einer katholischen Familie von sieben Kindern“, hat seine Ausbildung am „Pius“-Seminar in Flavigny sowie Ecône gemacht und wurde 2008 zum Priester geweiht. Auch er war längere Zeit an „Pius“-Schulen tätig und amtiert seit 2022 als Sektionschef der „Piusbruderschaft“ für die „Benelux-Länder“. Daher „erlernt“ er neben seinen bereits vorhandenen Fähigkeiten im Sprechen von – natürlich – Französisch und – weniger natürlich – Englisch „derzeit“ auch Deutsch und Niederländisch. Wird auch Zeit, das zu „erlernen“, nachdem er bereits vier Jahre in den „Benelux-Ländern“ tätig ist.

  • Der andere ist Geburtsjahrgang 1990, also 36 Jahre alt und der „Benjamin“ unter den diesjährigen Kandidaten, ist, wie es sich gehört, „in einer katholischen Familie von zehn Kindern geboren“, hat ebenfalls das Seminar in Flavigny und Ecône besucht und wurde 2013 zum Priester geweiht. Auch er war „in Frankreich im Bildungswesen“ an mehreren Schulen beschäftigt, ehe er im Jahr 2020 zum „Professor am Seminar von Dillwyn in Virginia ernannt“ wurde. Zu diesem Zweck mußte er natürlich Englisch lernen, weshalb er ein Jahr in Schottland zubrachte. „Im Seminar unterrichtet er hauptsächlich Metaphysik und Dogmatik“, „spricht fließend Französisch und Englisch, hat Deutsch gelernt und sich auch in Spanisch eingearbeitet“. Das ist sehr löblich! Damit erhalten die USA ein weiteres Gewicht im Reigen der künftigen „Pius“-Bischöfe. Denn obwohl er Franzose ist, ist er doch in demselben US-amerikanischen Seminar beschäftigt, in welchem der US-Kandidat als „Regens“ fungiert.

Authentische „Pius“-Gewächse

Alle vier Kandidaten, soviel steht fest, sind ganz authentische, genuine „Pius“-Gewächse, die allesamt aus einer kinderreichen „katholischen Familie“ stammen – also wohl aus einer Tradi-Familie –, in jungen Jahren in ein „Pius“-Seminar eingetreten sind, von einem „Pius“-Bischof geweiht wurden und ihr ganzes (Priester-)Leben lang aus diesem „Biotop“ nicht herauskamen. Kein „Spätberufener“ ist dabei und kein Konvertit. Man hat aus der „Causa Williamson“ gelernt. Im Alter liegen sie etwas über den im Jahre 1988 Geweihten. Damals waren die jüngsten – und heute überlebenden – Kandidaten 30 bzw. 31 Jahre alt, die beiden anderen 43 und 48 Jahre. Diesmal liegen sie zwischen 36 und 53 Jahren. Auch hier hat man wohl gelernt. Man kann es auch als Hinweis deuten, daß man nicht mehr wie weiland Erzbischof Lefebvre damit rechnet, daß es bei dieser einmaligen Weihe bleibt, bis die „Krise“ beendet ist, sondern daß man auf unabsehbare Zeit auf der Schiene weiterfahren und sie bei Bedarf jederzeit beliebig wiederholen wird, wenn die Bischöfe zu alt werden oder dahinscheiden. Bis in zehn oder fünfzehn Jahren dürfte damit die nächste „Charge“ bereits vorprogrammiert sein.

Trotz ihres etwas höheren Alters sehen die diesjährigen Kandidaten auf den Fotos allesamt recht knabenhaft aus. Das mag daran liegen, daß sie sämtlich auf eine langjährige Vergangenheit in „Pius“-Schulen zurückblicken. Das hält jung. (Oder wie ein alter Priester einmal im Hinblick auf die typischen „Pius“-Priester, zu denen die vier eindeutig gehören, anmerkte: „Sunt pueri.“) Drei von ihnen haben Leitungsposten in der „Piusbruderschaft“ inne, zwei als „Seminar-Regenten“ und einer als Sektionschef, aber nur einer scheint „wissenschaftlich“ etwas höher bemittelt zu sein, weshalb er zum „Professor“ am Seminar promoviert wurde. (Was bei den „Piusbrüdern“ schon etwas heißt, für uns freilich nicht viel bedeutet. Unter den Blinden ist der Einäugige bekanntlich König.)

Bedingungslos getreue Gefolgsleute

Sonst wissen wir eigentlich nichts über die vier Herren. Für uns sind sie unbeschriebene Blätter. Bis auf einen. Wir meinen den Schweizer. Es war unter seiner Ägide als „Regens“ des „Pius“-Seminars zu Zaitzkofen, als am Gründonnerstag des Jahres 2023 dort ein ebenfalls schweizerischer „Bischof“ die „Ölweihmesse“ feierte und die „Weihe“ der „heiligen Öle“ vornahm. Es war dies der „spät-traditionalistische“, an sich aber „konziliare“, wenngleich „konservative“ emeritierte „Bischof“ Huonder, der kurz vor Ende seines Lebens noch vollständig zum Lefebvrismus konvertierte. Da die Priesterweihe Huonders zweifelhaft und seine Bischofsweihe sicher ungültig war, war auch die „Weihe“ dieser Öle ungültig und damit jedes Sakrament, das – wenngleich von gültig geweihten „Pius“-Priestern oder -Bischöfen – mit diesen Ölen gespendet wurde. Derlei theologische „Details“ waren dem „Regens“ und jetzigen Bischofs-Kandidaten wohl unwichtig.

Die Episode zeigt aber vor allem etwas anderes. Denn wir glauben nicht, daß die Idee, die „Ölweihmesse“ durch „Bischof“ Huonder vornehmen zu lassen, auf dem „Mist“ des „Regens“ gewachsen ist oder zumindest ganz sicher nicht auf seinem „Mist“ allein. Zweifelsohne war dies mit dem „Generalhaus“ so abgestimmt. Der Grund dürfte nicht nur ein praktischer gewesen sein – nach dem „Auswurf“ von Williamson und dem krankheitsbedingten Ausfall von Tissier war die Zahl der Bischöfe knapp geworden –, sondern auch ein „theologisch“-politischer. Man wollte signalisieren, daß man keine Zweifel an der Gültigkeit der „neuen Bischofsweihen“ habe, und zwar damals noch im Hinblick auf eine eventuelle „kanonische Anerkennung“ seitens des modernistischen Rom. Und jetzt wird ausgerechnet der damalige Veranstalter dieses Zirkus unter Berufung auf einen „Notstand“ in einer schismatischen Zeremonie zum Bischof konsekriert (und kann wenigstens in Zukunft seine Öle selber weihen). Kurios.

Doch auch das ist es nicht, worauf wir hinauswollen. Daß die „Piusbruderschaft“ keinerlei echte theologische Begründung hat für ihre Bischofsweihen, wissen wir schon. Was uns der Vorgang vor allem zeigt, ist die Bereitschaft des Kandidaten, als braver Parteisoldat zu funktionieren. Was die Partei sagt, gilt. Die Partei hat immer recht. Sagt die Partei, man solle eine „konziliaren Bischof“ bedenkenlos die „heiligen Öle weihen“ lassen, dann wird es gemacht. Sagt die Partei, man solle sich selber zum Bischof weihen lassen, weil die „konziliaren Bischöfe“ nichts taugen, dann wird es gemacht. Wenn das kein blinder Gehorsam ist! Und genau solche bedingungslos treuen Gefolgsleute, die nicht selber denken, braucht die „Piusbruderschaft“. Mit ihnen werden sie wenigstens keine Scherereien haben. Deshalb hat sich schon ihr Gründer bevorzugt solche ausgesucht. Dr. Heller erzählte in der „EINSICHT“, Nr. 3, Jahrgang 1999, von einem jungen Mann, mit dem er einstens bestens bekannt war, der ganz zu Anfang der 1970er Jahre in die „Piusbruderschaft“ eintrat und dort innerhalb kürzester Zeit eine beachtliche Karriere hingelegt hat (und heute noch eine führende Rolle spielt, nachdem er mehrere atemberaubende „360-Grad-Wenden“ (nach dem berühmten Diktum einer früheren Außenministerin) hingelegt hat, je nachdem wo das Partei-Fähnchen ihn gerade hinwehte), daß dieser „gegenüber seinem Jugend- und Studienfreund, dem nachmaligem protestantischen Pastor Z.“ geäußert habe: „Wenn du bei Lefebvre etwas werden willst, mußt du dein Hirn an der Pforte abliefern“. Er mußte es wissen.

Exkommunikation

Nachdem die bevorstehenden Weihen ebenso wie die von 1988 nicht nur ohne päpstliches Mandat, sondern entgegen dem ausdrücklichen Verbot dessen durchgeführt werden, den die „Piusbruderschaft“ als „Papst der katholischen Kirche“ ansieht, steht darauf die höchstmögliche Kirchenstrafe. Darauf weist „Novus Ordo Watch“ hin. Die äußerste Strafe, welche das „Kirchenrecht“ von 1983 kennt, ist die „Exkommunikation latae sententiae“, welche dem Heiligen Stuhl vorbehalten ist, und diese erwartet sowohl die beiden Bischöfe, welche die Konsekration am 1. Juli ausführen werden, als auch die vier von ihnen geweihten Kandidaten – unter der Voraussetzung freilich, daß Prevost „Papst Leo XIV.“ wäre, was die „Piusbrüder“ allesamt fest glauben und bekennen und sogar mit ihrer feierlichen Unterschrift vor dem Allerheiligsten besiegeln müssen. Die Exkommunikation tritt in diesem Fall der Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat automatisch ein („latae sententiae“), d.h. ohne die Notwendigkeit einer offiziellen Erklärung oder sonst einer Intervention der Autorität – und das übrigens nicht erst seit dem „Neuen Kirchenrecht“, sondern schon seit Pius XII. Das aber bedeutet, daß die Exkommunikation auch dann eintritt, wenn der „Vatikan“ überhaupt nicht reagiert. (Wir erinnern uns noch gut an das Wehgeschrei der Tradis 1988, der „Papst“ habe „ihren“ guten und braven Erzbischof „exkommuniziert“ – was nicht der Fall war. „DER Erzbischof“ hatte sich durch seine Tat selber exkommuniziert, was Wojtyla lediglich „amtlich“ feststellte.)

Damals wie heute hat man natürlich seitens der „Piusbrüder“ eine Unzahl von „Argumenten“ aufgefahren, die beweisen sollten, daß es keine Exkommunikation und auch kein Schisma gebe. „Ni schismatiques ni excommuniés“ lautete der Titel einer „Studie“, die im September 1988, dem Jahr der legendären Bischofsweihen durch Erzbischof Lefebvre, in der Zeitschrift „Si si no no“ und zugleich im „Courrier de Rome“ erschien und aus gegebenem Anlaß von der „Piusbruderschaft“ voriges Jahr neu veröffentlicht wurde, um ihre Anhänger „schismatüchtig“ zu machen. Wie „Novus Ordo Watch“ zu Recht bemerkt, braucht man sich mit diesen „Argumenten“ in diesem Fall nicht weiter zu beschäftigen. Es sei völlig ausreichend zu sagen, daß der „höchste Richter in dieser Welt“, der darüber zu entscheiden habe, ob diese „Argumente“ einen Wert haben, kein anderer sei als „Leo XIV.“, und er habe die Lefebvristen ausdrücklich gewarnt: Entweder sie legen ihre Pläne mit den Weihen auf Eis, oder sie ziehen sich die Exkommunikation zu. Somit ist jeder Versuch der Verteidigung seitens der „Piusbruderschaft“ von vornherein gescheitert.

Opfer der Ideologie

Wenn es in der Vergangenheit in der Kirche Bischofsweihen gab, die ohne päpstliches Mandat durchgeführt wurden, dann war es entweder deswegen, weil zu jener Zeit kein Papst vorhanden war oder weil man sich mit ihm nicht in Verbindung setzen konnte. Ganz anders bei der „Piusbruderschaft“, die ja angeblich eine „Papst“ hat und sich auch bereits mit ihm in Verbindung gesetzt hat mit dem Ergebnis, daß er ihnen die Weihen explizit verboten hat. Die „Piusbruderschaft“, gibt „Novus Ordo Watch“ zu bedenken, könne nicht beides haben. Sie könne nicht darauf beharren, daß „Leo“ gültiger Papst sei, und dann, wenn es ihnen nicht paßt, einseitig gegen seinen ausdrücklichen Willen handeln. „Was sollen denn die häufigen Erklärungen in bezug auf den katholischen Glauben und auf den Gehorsam gegenüber dem apostolischen Stuhl, wenn diesen schönen Worten durch die Taten widersprochen wird?“, bemerkt dazu Papst Pius IX. in seiner Enzyklika „Quae in Patriarchatu“ und gibt damit die Antwort auf die von den „Piusbrüdern“ geheuchelte „Achtung vor der höchsten Autorität der Weltkirche“.

Das scheint uns das Ärgste an der Sache zu sein, daß man diese braven, der „Piusbruderschaft“ hörigen Parteisoldaten und treuen Gefolgsleute sehenden Auges in ihr Unglück schickt – und eine Exkommunikation ist ein gewaltiges Unglück! –, nur um die Partei-Ideologie zu retten: „Recognize and Resist“. Man müßte sonst entweder die Weihen unterlassen, was die Zukunft der „Piusbruderschaft“ als prosperierendes Unternehmen gefährden würde, oder man müßte zugeben, daß „Leo XIV.“ gar nicht Papst ist. Diese Fiktion aber aufzugeben wäre in „Pius“-Augen die unaussprechlich grauslichste aller nur vorstellbaren „Ungeheuerlichkeiten“, der eine Exkommunikation als „geringeres Übel“ zweifellos vorzuziehen ist, und sei es um den Preis des Seelenheils der armen Kandidaten (und der die Weihe ausführenden Bischöfe). Ja, die Armen sind wahrhaft „Auserwählte“, aber nicht als erlauchte Kirchenmänner, sondern als Opfer für die Partei. Sie verdienen unser Mitleid und unser Gebet für die Rettung ihrer Seelen – zumal aus Opfern gerne Täter werden.