Es ist nicht gerade einfach, im Leben immer objektiv zu sein, immer rein sachlich zu urteilen, also eine Sache genau so zu sehen, wie sie in Wirklichkeit auch ist und nicht so oder nur so, wie sie mir bloß scheint oder vielleicht sogar nur so, wie ich sie mir wünsche. Nur allzu leicht mischen sich unter die persönlichen, rationalen Urteile irrationale Vor-Urteile, die den eigenen Vor-Lieben entspringen und den nüchternen Blick des Geistes trüben. Man bekommt einen „Knick in der Optik“, wie es die Alltagssprache ausdrückt. In der Schule lernt man, ein ins Wasser gehaltener Stock erscheint nicht mehr gerade, …
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1. Jorge Mario Bergoglio alias „Franziskus“ redet bekanntlich viel, wenn der Tag lang ist, und das jeden Tag, und jeder Tag ist für ihn lang. Hier eine kleine Blütenlese vom Monat Oktober. 2. Am 10. Oktober empfing Bergoglio im Vatikan eine „Delegation der anglikanischen Gemeinschaft der Evangelikalen Episkopalkirchen (Altamonte Springs/US- Bundesstaat Florida)“, wie uns „kath.net“ berichtet. Bei dieser Gelegenheit forderte er „mehr Gemeinsamkeit von Katholiken und Evangelikalen“. „Sie sollten zusammen vorangehen, füreinander beten und miteinander Werke der Barmherzigkeit tun“ und nicht erst „warten, bis die Theologen alle Unterschiede aus dem Weg geräumt hätten“. Schließlich sei die „gemeinsame Taufe und der …
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1. Im November betrachten wir die „Letzten Dinge“: Tod, Gericht, Fegefeuer, Himmel und Hölle. Mit letzteren beiden wollen wir uns hier beschäftigen anhand der Erklärungen, die uns der heilige Thomas von Aquin zum Glaubensbekenntnis gibt. Er schreibt: „Es ist zweckmäßig, an das Ende des Glaubensbekenntnisses das Ziel aller unserer Wünsche, nämlich das ewige Leben, zu setzen; daher heißt es am Schluß: 'Ein ewiges Leben. Amen.'“ 2. Es gibt Gegner dieser Wahrheit, solche, die „annehmen, das Dasein der Seele höre mit dem Dasein des Körpers auf“. Jedoch: „Wenn dies wahr wäre, so befände sich der Mensch im gleichen Zustand wie die …
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1. Wenn wir dieser Tage besonders der Toten gedenken, so dürfen wir nicht außer acht lassen, daß der Tod nicht das letzte Wort ist. Wir glauben gewiß an ihre Auferstehung, und das ist der Grund, warum Christen ihre Toten nicht einfach verbrennen, sondern sie gewissermaßen zur Ruhe betten, sie der Erde übergeben, von der sie genommen sind, damit sie dort der Auferstehung entgegenharren. Der heilige Thomas von Aquin belehrt uns in seiner Erklärung des Glaubensbekenntnisses: „Der Heilige Geist heiligt die Kirche nicht nur der Seele nach, sondern durch Seine Kraft werden auch unsere Körper auferstehen. Deshalb glauben wir an die …
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Die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts war ein seltsames Gemisch von neu aufkommender, moderner Skepsis und altem Glauben. Wobei der Glaube, im Gegensatz zu heute, immer noch im Volk tief verwurzelt, wenn auch teilweise etwas verwahrlost war. Verantwortlich dafür war großteils die Geistlichkeit. Im Neapel des hl. Alfons lebten etwa 4500 Mönche, Kleriker und Laienbrüder in 104 Klöstern. Ein Teil davon versinkt in ihren Reichtümern und gerät deswegen in einen Strudel zunehmenden Verfalls, weshalb sie sich einer wachsenden Verachtung ausgesetzt sehen. Andererseits erweist sich ein rundes Dutzend junger oder reformierter, armer und von heiligem Eifer beseelter Orden oder Kongregationen als die …
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