Wahrnehmungsstörungen

Dem einen oder anderen wird es wohl zuweilen oder womöglich auch schon öfter aufgefallen sein, daß seine Zeitgenossen offensichtlich an Wahrnehmungsstörungen leiden, also gewisse Sachverhalte, Tatsachen nicht wahrnehmen wollen, obwohl diese, wie die Sprache sich griffig ausdrückt, direkt vor der Nase liegen. Obwohl dem so ist, obwohl die Sache direkt vor der Nase liegt, will man sie nicht sehen oder wenigstens nicht so sehen, wie sie wirklich ist – und mit der Zeit sieht man sie auch wirklich nicht mehr. Aus der willentlich verweigerten Wahrnehmung wird eine Wahrnehmungsstörung. Der Karikaturist, Humorist und Satiriker, Loriot, mit bürgerlichen Namen Bernhard-Viktor Christoph-Carl von …

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Arme Seelen

Nur im heiligen Glauben wird man der ganzen Wirklichkeit ansichtig, nur im göttlichen Offenbarungsglauben ist es uns gegeben, hinter die Kulissen zu schauen – wobei mit Kulissen hier der Tod gemeint ist. Eigentlich müßte man denken, daß die Menschen diese Möglichkeit freudig ergreifen würden, denn immerhin beginnt hinter diesen Kulissen des Todes die Ewigkeit – und die Ewigkeit hört niemals mehr auf, sie geht weiter und weiter und weiter, ohne je zu enden immer weiter. Ein unheimlicher Gedanke ist das, wenn die folgende Ewigkeit eine Qual wäre, ein beglückender Gedanke jedoch, wenn sie nie endende Freude schenkt. Beide Möglichkeiten sind …

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Synodale Kirche

1. Wie es der Zufall wollte, jährte sich just zum Zeitpunkt der derzeit im Vatikan laufenden „Familiensynode“ zum 50. Male die „Errichtung der Bischofssynode“ durch das „II. Vatikanum“. Zu diesem Anlaß hielt Bergoglio am 17. Oktober eine Ansprache, die ihn als profunden Kenner und intimen Eingeweihten des vom „II. Vatikanum“ initiierten revolutionären Prozesses ausweist. Wir zitieren im folgenden nach der Übersetzung von Claudia Reimüller, „Die Tagespost“ vom 20. Oktober 2015. 2. „Während die Ordentliche Generalversammlung in vollem Gang ist, ist das Gedenken an den fünfzigsten Jahrestag der Errichtung der Bischofssynode für uns alle Grund zur Freude, zum Lobpreis und dem …

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Leben im All

1. Es gibt ein Thema, das „Wissenschaftler“ und „Astronomen“ regelmäßig und unfehlbar in höchste Aufregung und in einen Fieber- und Freudentaumel ohnegleichen versetzt: Leben im All! Erst dieser Tage meldete „Spiegel online“, daß der Mars derzeit „wieder die Fantasie der Wissenschaftler“ beflügele. „Vor Kurzem verkündete die US-Weltraumbehörde Nasa, sie habe starke Hinweise auf flüssiges Wasser auf dem unwirtlichen Planeten entdeckt“, und nun habe gar „der Mars-Rover 'Curiosity' ein System ausgetrockneter Seen und Flüsse aufgespürt“. Wird aber irgendwo Wasser vermutet, dann zuckt sofort die magische Vorstellung von „extraterrestrischem Leben“ in den Hirnen auf – „streng wissenschaftlich“ natürlich. So heißt es auch …

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Ein Blick in das Seelenleben des hl. Thomas v. Aquin

Es gibt heutzutage keine Gelehrten mehr, die zugleich Heilige sind. Diese Tatsache ist sicherlich viel gewichtiger als es wir es gewöhnlich wahrhaben wollen, denn ein Wissen ohne Glauben und ohne Heiligkeit löst sich aus der Weisheit Gottes und verselbständigt sich. Sodann stellt sich die Frage, in welchem Dienst steht fortan dieses Wissen? Unser Wissen kann von oben oder von unten inspiriert sein, denn schließlich ist auch der Teufel ein Gelehrter, und zwar ein viel größerer Gelehrter als alle Genies dieser Welt zusammengenommen. Nach seinem Sturz hat er seine Intelligenz, die er als höchster Engel besessen hat, nicht verloren, nur steht …

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