Die letzte Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter

Die alte Marianne saß in einem Altenheim auf ihrem Zimmer und betete den Rosenkranz. Erst seit einigen Wochen hatte das alte Mütterchen dieses Zimmer für sich alleine. Ihre Mitbewohnerin war gestorben. Heller, freundlicher Sonnenschein blickte durch das kleine Fensterchen in die niedere Stube herein. Tiefe Stille lag in dem Raum, nur dann und wann war ein leises Klirren des alten, großen Rosenkranzes in der zitternden Hand des alten Mütterchens zu hören. Als sie das Gebet beendet hatte, blickte sie zu dem Bild der Schmerzhaften Muttergottes auf, das unter dem Kruzifix in der Ecke des Stübchens seinen Platz hatte.Wieder faltete sie …

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Dem Ruin entgegen

1. Der „Widerstand“, der sich in den letzten gut zwei Jahren, seit dem „Brief der Drei“ (der „drei Weihbischöfe, die nicht dem Generalrat angehören“) und der „Lehrmäßigen Erklärung“ des „Einen“ (und einzigen!, des Weihbischofs, der dem Generalrat sehr wohl angehört, ja sogar Generaloberer ist), in und um die „Piusbruderschaft“ erhoben hat, scheint die „Pius“-Verantwortlichen nicht wenig zu beunruhigen, denn schon seit Monaten wird aus sämtlichen Etagen, vom einfachen „Fußvolk“ über die Distriktoberen bis ins Generalhaus hinauf, in allen verfügbaren Organen und an allen Orten, in Wort und Schrift aus vollen Rohren gegen nichts anderes mehr geschossen und gepoltert. Da konnte …

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Zum Passionssonntag: Kreuzesfreunde

1. Im Mittelpunkt unserer christlichen Religion steht der Gekreuzigte und das Kreuz. Mit dem Kreuzzeichen bekennen wir uns als Christen. Wir glauben, daß Unser Herr Jesus Christus uns am Kreuz erlöst hat. Wir glauben, daß in jeder Heiligen Messe die unsichtbare und unblutige Erneuerung Seines Kreuzesopfers sich vollzieht, um uns die Erlösungsfrüchte zuzuwenden, die Er auf Golgotha verdient hat. In der heiligen Kommunion empfangen wir den glorreichen Leib des Gekreuzigten mit Seinen heiligen fünf Wunden. Wir erlangen so Anteil am Gekreuzigten und Seinen Leiden. Christsein heißt Teilnahme am Kreuz Christi und damit an der Erlösung. Nur der Kreuzträger und Freund …

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Pragmatiker und Dogmatiker

1. Als sich in den 1970er Jahren immer unabweislicher zeigte, daß die Unterminierung der Kirche durch ihre Feinde eine neue „Menschenmachwerkskirche“ hervorgebracht hatte, die sich nun an die Stelle der Kirche Christi setzte und so tat, als sei sie vom Heiligen Geist, wurde die Notwendigkeit eines katholischen Widerstands stets deutlicher und drängender. Tatsächlich erhob sich dieser weltweit auf recht breiter Basis, wobei es von Anfang an zwei Strömungen gab, die wir die „dogmatische“ und die „pragmatische“ nennen wollen. Die dogmatische Richtung sah vor allem die theologischen Probleme, vor welche die neue und bisher nie dagewesene Situation die Katholiken stellte. Es …

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Komm, wir spielen Kirche!

Es ist wirklich nicht ganz einfach, sich als Katholik in dieser Zeit der Verfinsterung der Kirche zurechtzufinden. Denn sobald die sichtbaren Strukturen der Kirche mehr und mehr wegbrechen, tappt der Katholik zunehmend im Dunkeln. Kardinal Pie, einer der größten Apostel des Christkönigs, erwog am 8. November 1859 bei einem Vortrag in Nantes die Konsequenzen des Triumphs der Revolution und faßt seine Gedanken so zusammen: „Man wird den Glauben fast nicht mehr auf Erden finden, was heißt, daß er beinahe gänzlich aus sämtlichen irdischen Institutionen verschwunden sein wird.... Die Kirche, als Gemeinschaft zweifellos immer noch sichtbar, wird immer mehr auf rein …

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