Der Sophist hatte einst schwer zu kämpfen gegen einige „rigoristische“ Priester, die nicht zulassen wollten, daß „Novus Ordo-Priester“ in ihren Kapellen die Messe feierten. Auch wenn diese in diesem Fall die „alte“ Messe zelebrierten, so feierten sie doch gewöhnlich die „neue“ und teilten dabei auch die Handkommunion aus; einen solchen Priester könne man nicht bei sich zelebrieren lassen, sagten die „Rigoristen“. Außerdem sei gar nicht sicher, ob diese „Priester“ überhaupt gültig geweiht seien. Oho, da war der Sophist aber ganz anderer Meinung! Erstens müsse man wohl diesen Priestern zugestehen, daß auch sie ihren Weg erst finden müßten, wie denn auch …
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Welcher „Tradition“ ist das „II. Vatikanum“ verpflichtet? „Der katholische Staat? Gott sei Dank: Den sind wir los!“ Unter diesem Titel erschien im „Vatican-Magazin“, 7. Jahrgang, Heft 11, November 2013, ein Gespräch des Magazin-Chefredakteurs Guido Horst mit Martin Rhonheimer, seines Zeichens Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom, der im vorigen Jahr ein Buch veröffentlicht hat mit dem Titel „Christentum und säkularer Staat“. „Der Islam muss sich ändern. Die katholische Kirche aber nicht. Mit dem Zweiten Vatikanum ist sie zum Gründungscharisma des Christentums und zur Tradition des Evangeliums, der Apostel und der Kirchenväter zurückgekehrt.“ …
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Einleitung Angesichts des unvorstellbaren Glaubensabfalles im einstmals christlichen Abendland seit Mitte des 20. Jahrhunderts stellt sich die Frage nach dem tieferen Grund für diese Entwicklung. Was veranlaßt die Mehrheit der heute lebenden Menschen, den Glauben aufzugeben und sich von Gott abzuwenden? Was führt sie zu der Überzeugung, man könne auch ohne Glauben, man könne ohne Gott leben? Oder was begründet in ihnen schließlich die Überzeugung, es gebe überhaupt keinen Gott? Forscht man nach den Gründen für diesen großen Glaubensabfall, so begegnen einem viele unterschiedliche Meinungen. Eines aber durchtönt die Vielfalt der Anschauungen, nämlich die Überzeugung, daß der Fortschritt in den …
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Eine der treffendsten Benennungen der modernen, mit und nach dem Konzil entstandenen Religionsgemeinschaft ist die von Anna Katharina Emmerich geprägte Wortschöpfung: Menschenmachwerkskirche. In diesem Wort kommt das Wesen dieser Gemeinschaft ganz präzise zum Ausdruck, diese neue „Kirche“ stammt nicht mehr von Gott, sondern sie ist von Menschen gemacht, von Menschen erfunden und sodann erbaut worden. An sich ist dies, wenn man die Eigenart dieser Gemeinschaft nüchtern und sachlich bedenkt, eine evidente, d.h. eine leicht und spontan einzusehende Wahrheit. Daß aber de facto, also in der Tat nur ganz wenige Katholiken zu dieser augenfälligen Einsicht fähig waren und auch heute immer …
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Der Sophist befand sich auf Jagd nach dem verderblichen Gelichter der „Rigoristen“ und „Eiferer“, die immer in seine Gefolgschaft einbrachen und diese durcheinanderbrachten, indem sie von der „Konzilskirche“ redeten - als ob es eine solche überhaupt gäbe und es nicht vielmehr Tatsache sei, daß es „keine andere Kirche als die römisch-katholische“ gibt! Freilich konnte man beklagen, daß diese „vom liberalen Geist durchdrungen, entstellt und fast unkenntlich geworden“ sei. Nie und nimmer könne man aber „von einer real existierenden anderen Kirche sprechen, sondern von der Entstellung und dem Niedergang der wahren römisch-katholischen Kirche“, so das Credo des Sophisten. Eine „schlimme Krankheit“ …
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