Der Sophist befand sich auf Jagd nach dem verderblichen Gelichter der „Rigoristen“ und „Eiferer“, die immer in seine Gefolgschaft einbrachen und diese durcheinanderbrachten, indem sie von der „Konzilskirche“ redeten - als ob es eine solche überhaupt gäbe und es nicht vielmehr Tatsache sei, daß es „keine andere Kirche als die römisch-katholische“ gibt! Freilich konnte man beklagen, daß diese „vom liberalen Geist durchdrungen, entstellt und fast unkenntlich geworden“ sei. Nie und nimmer könne man aber „von einer real existierenden anderen Kirche sprechen, sondern von der Entstellung und dem Niedergang der wahren römisch-katholischen Kirche“, so das Credo des Sophisten. Eine „schlimme Krankheit“ …
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Nach dem Rücktritt Benedikts XVI. haben die folgenden Gedanken aus dem Jahr 2007 sicherlich in dem Sinne keine aktuelle Bedeutung mehr, als sein Nachfolger ganz andere Wege zu gehen beliebt und darum eine Reform der Reform in der Liturgie momentan eher unwahrscheinlich scheint. Sie bleiben jedoch insofern durchaus noch bedenkenswert, als die schon beginnende Glorifizierung Ratzingers zum Märtyrer, der die „alte Messe“ wieder zugelassen hat, vor allem unter den sog. Traditionalisten schnell wird vergessen lassen, daß Joseph Ratzinger immer ein Modernist, wenn auch ganz eigener Art, war – und daß ihm letztlich an der wahren hl. Messe niemals etwas gelegen …
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Die konzilskirchlichen Selig- und Heiligsprechungen stellen den Katholiken heute vor ein nicht geringes Problem. Nicht nur, daß die Zahl der Beatifikationen – wohl im Sinne der „Allerlösung“ – in den letzten Jahrzehnten so inflationär angewachsen ist, daß man völlig den Überblick verloren hat (vielleicht wäre es allmählich einfacher und übersichtlicher, nicht zu erklären, wer heilig oder selig ist, sondern wer es nicht ist...), es ergibt sich auch die Schwierigkeit, daß sich unter den solcherart „Kanonisierten“ auch etlliche befinden, die der katholische Instinkt (und wir reden hier nicht vom sentimentalen Gefühl charismatisch verbildeter Konzilskatholiken) schlechterdings ablehnen muß. Gerade stehen wieder zwei …
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Der Sophist befand sich in einem südeuropäischen Land auf Vortragsreise, mitten in einem außerordentlich bedeutenden Feldzug gegen die „Sedisvakantisten“, welche in der Kirche so viel Unheil anrichteten und gar seine eigene Gefolgschaft „spalteten“. „Eine Kirche ohne Papst gibt es nicht“, so sein alles erschlagendes Argument, das er sich zurechtgelegt hatte und mit welchem er jenen Bösewichtern endgültig den Garaus machen würde, zumal er dies unwiderleglich beweisen konnte. Erstens nämlich, pflegte er seinen gebannt lauschenden Zuhörern stets einzubleuen, sei die Kirche definitionsgemäß eine „societas perfecta“, eine „vollkommene Gesellschaft“, und als solche müsse sie stets alle für sie notwendigen Mittel haben, also …
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Der Allerseelenmonat November erinnert uns an die ernsten Wahrheiten unseres Menschenlebens, die sog. letzten Dinge: Tod, Himmel und Hölle, Fegfeuer. Wie wenig denkt man heute noch an diese alles entscheidenden Wahrheiten. Man denkt nicht mehr daran, weil man sie nicht mehr wahr haben will und man will sie nicht mehr wahr haben, weil sie jeden, der sie ernstlich bedenkt, nachdenklich stimmen müssen. Die moderne Kirche hat deswegen das Thema „Letzte Dinge“ weitgehend aus ihrem Programm, damit sind ihre sog. Gottesdienste gemeint, gestrichen. Es fehlt im Rahmen des Modernismus auch letztlich die Voraussetzung, diese ernsten Wahrheiten noch begreifen zu können. Der …
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