Marx verläßt Boden

Schon vor Wochen munkelte ein gewisser „Joachim Heimerl“ auf „kath.net“, daß der „Münchner Kardinal Marx“ den „Boden der katholischen Kirche“ verlassen würde, wenn es, wie angekündigt, in seiner „Diözese“ „Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare“ geben sollte. „Zweifellos“ habe Marx zum Zeitpunkt, als er „zum Kardinal erhoben wurde“, noch die „Bereitschaft zur Verteidigung der Kirche“ und zur „Verteidigung der kirchlichen Lehre“ gehabt. (Woher weiß er das?) „Seither aber scheint Marx die Verteidigung der Kirche so zu verstehen, dass er sie widerstandslos dem Zeitgeist anbequemt“, und dabei scheine es „ihn selbst am wenigsten zu stören“, daß seine Ansichten „von denen der Kirche mittlerweile … grundverschieden“ sind.

So gehöre „der Kardinal zu den Unterstützern des umstrittenen Dokuments ‚Gemeinsam am Tisch des Herrn‘, mit dem die Heilige Eucharistie protestantisiert werden soll“, trete selbstverständlich „für die - nicht mögliche- Frauenweihe ein“ und lasse „Laien entgegen dem Kirchenrecht predigen“. Außerdem halte er „den Zölibat sehr schlicht für eine ‚prekäre‘ Lebensform“ und behaupte, die „Theologie des Leibes“ des großen und „heiligen“ Wojtyla alias „Johannes Paul II.“ sei „im Grunde ‚nicht katholisch‘“ (womit Marx sogar recht hat). Das alles aber war noch nicht genug, denn erst jetzt, nachdem der „Kardinal“ „tatsächlich angekündigt hat, dass es in ‚seiner‘ Diözese ‚Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare‘ geben soll“, jetzt erst ist der Rubikon überschritten und es ist soweit, daß er „dann faktisch und endgültig den Boden der Kirche verlassen wird“. Welch ein Drama!

Wir dürfen Herrn Heimerl versichern: das wird nicht passieren. Denn „Kardinal“ Marx hat den „Boden der Kirche“ längst „verlassen“ - jedenfalls wenn darunter die katholische Kirche zu verstehen ist. Wann genau, wissen wir nicht. Bei seiner Taufe stand er fraglos noch auf diesem „Boden“, doch spätestens, seit er Funktionär der „Konziliaren Kirche“ wurde, hat er auf deren schismatischen, häretischen und apostatischen „Boden“ gewechselt, und zwar gründlich. Seine Ansichten sind von denen dieser „Kirche“ keineswegs „grundverschieden“, sondern vollkommen konform - sonst hätte er nicht diese großartige „Karriere“ in dieser „Kirche“ hingelegt. Also keine Sorge, den „Boden der Kirche“, in welcher Marx seit langem tätig ist und sich weit nach oben gearbeitet hat, verläßt er bestimmt nicht. Leider. Wir würden es ihm herzlich wünschen, daß er diesen ins Verderben stürzenden „Boden“ verläßt und auf den seiner Taufe und Kindheit, den festen und zum Himmel führenden „Boden“ der katholischen Kirche zurückkehrt.